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Meine Liebe zu Orientteppichen…

Über 50 Jahre beschäftige ich mich mit Orient-Teppichen davon 40 Jahre als Sachverständiger.

Ich habe die Ursprungsländer außer China mehrmals bereist, besonders Persien galt meine große Liebe. Denn die volle Schönheit eines Orientteppichs erschließt sich nur demjenigen der sich seiner Betrachtung mit Muße und Aufmerksamkeit hingibt.

Provenienzen Meine Liebe zu Orientteppichen

Provenienzen (auf das Bild klicken)

Es ist mehr als ein für das Auge geschickt gefertigtes Kunstwerk.Auch die Vorstellung von orientalischer Üppigkeit und sinnlicher Zügellosigkeit, die Anschauung, dass Schönheit dort mitten im Luxus und leichtem Leben geboren werde, haben wir nicht ganz von uns zu weisen.

Wenn man sich wie ich intensiv mit Orientteppichen beschäftigt, so ist es als ob man in einem Märchenbuch blättert, ja, als ob man die Tür zu einer Tausend-und-eine-Nacht Abenteuerwelt öffnet.

Die Mystik des Ostens spiegelt sich in den Mustern und Symbolen wieder, der traditionsgebundene Geschmack des Orientalen gibt sich in Materialien und Farben zu erkennen, sowie sein zäher Fleiß in den Hunderttausenden von Knoten.
Erfreuen Sie sich an Ihrem Teppich- über die wunderbar warmen Töne des Bucharas, die prachtvollen Musterungen des Keshans, die Lotosblüten des Nain, die Blütenranken des Isphahan,die strapazierfähigkeit eines Bidjars, die lachende Steppe des Täbriz, die Wärme und Schönheit eines Ghoums, und das bezaubernde Medaillon des Kirman.-

Denken Sie immer daran, dass Sie ein Kunstwerk besitzen, welches Sie mit Füßen betreten, und wie viel Mühe und Arbeit bei der Herstellung damit verbunden waren.

Herzlichst

ihr Kurt Schäfer

Mesched Pfauenthronteppich mit Löwen zum vergrößern draufklicken.

Bei dem Besuch einer Knüpferfamilie in Mesched der heiligen Stadt, die Hauptstadt von Khorossan in Persien, wurde mir dieser Übermaasteppich gezeigt der die Abbildung des Pfauenthrons darstellt. rechts und links je ein Löwe. Der original Pfauenthron ist mit Blattgold und 26 733 Edelsteinen verzierter Thronsessel.Der heute zur Sammlung des Nationalen Juwelenmuseum in Teheran zählt Nadir Schah der Begründer der Afschariden-Dynastie soll aus einem 1739 durchgeführten Feldzug gegen die Moghul-Dynastie in Indien den legendären Pfauenthron erbeutet haben. Nach einer anderen Version soll er von Fath Ali Schah ein Kadscharen Herrscher in Isfahan in Auftrag gegeben worden sein. Den Namen Pfauenthron soll er in Anlehnung an seine Lieblingsfrau die Tavus (Pfau) hieß erhalten haben.